Portrait

Der Joseph Haydn Konzertverein wurde 2001 gegründet. Er hat sich zur Aufgabe gemacht, sowohl Chor- als auch Orchestermusiker und Musikerinnen aus ganz Österreich und seinen angrenzenden Nachbarländern zusammenzuführen, um Konzerte im In- und Ausland zu gestalten. Namensgeber des Vereins ist der Komponist Joseph Haydn (1732-1809), der in Rohrau (Niederösterreich) zur Welt kam. Die Gründung des Vereins wurde von Robert Fontane initiiert, der bis heute künstlerischer Leiter des Ensembles ist. Obschon der künstlerische Schwerpunkt des Joseph Haydn Konzertvereins bei den Kompositionen seines Namenspatrons liegt, gelangen laufend auch Werke anderer Komponisten von der Renaissance bis zur Gegenwart zur Aufführung.

Im Jahr 2002 fand das erste Konzert in der Stadtpfarrkirche von Bruck an der Leitha statt. Auf dem Programm standen geistliche Werke von Franz Schubert und Haydns letzte Messkomposition, die "Harmoniemesse". Von den weiteren Aktivitäten des Vereins ist besonders die CD-Ersteinspielung von Mozarts unvollendet gebliebener „Großer Messe in c-Moll" hervorzuheben, die in dieser Aufnahme erstmals in einer neu-komplettierten Fassung zu hören ist. Ebenso hat der Konzertverein Mozarts „Requiem" in einer, eigens für die Konzerte des Vereins zusammengestellten Ergänzung in sein Repertoire aufgenommen. Diese Fassung erklang auch bei einem Benefizkonzert zu Gunsten der Opfer der Flutkatastrophe, für welches Bundespräsident Dr. Heinz Fischer den Ehrenschutz übernahm. Des weiteren spielten Chor und Orchester des Vereins im Jahr 2004 einen Konzertzyklus mit weltlichen und geistlichen Werken von Franz Schubert, W. A. Mozart und natürlich Joseph Haydn. Im Jahr 2005 erarbeiteten Chor und Orchester des Vereins Haydns Oratorium „Die Jahreszeiten" welches dann im Herbst des Jahres zur Aufführung gelangte.

Im Mozartjahr 2006 folgten erneut Aufführungen des Requiems und andere Werke des Jahresregenten Mozart.

Im Jahr 2007 fanden CD-Einspielungen und Aufführungen mit Werken des Komponisten Robert Führer statt, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährte. Mit geistlichem Repertoire ist der Joseph Haydn Konzertverein immer wieder im Rahmen von Messfeiern und Gottesdiensten zu hören. Seit 2006 sind die Sänger des Vereins auch als Opernchor zu erleben. So fanden im Festspielhaus St. Pölten Aufführungen der Oper „Il Barbiere di Siviglia" (Rossini) statt, bei denen der Verein erstmals als Opernchor zu erleben war. Am gleichen Haus folgte 2007 eine Operngala mit Werken von Gioacchino Rossini im September 2008 eine Operngala mit Ausschnitten aus Opern von Giacomo Puccini. Bei den Auftritten in St. Pölten wurde der Chor vom Niederösterreichischen Tonkünstlerorchester begleitet. Wie der Chor ist auch das Orchester des Konzertvereins immer wieder als eigenständige Institution zu erleben. In dieser Form ist das Orchester mit anderen Veranstaltern unter Vertrag und begleitet auch andere Formationen bei ihren musikalischen Darbietungen.

Zuletzt waren die Musiker des Konzertvereins als Operetten- und Opernorchester im Stadttheater Bruck/Leitha bei Aufführungen von Schuberts „Dreimäderlhaus" und Gaëtano Donizettis „Liebestrank" zu erleben.

Im Herbst 2008 folgte das erste gemeinsame Konzert mit dem Kirchenmusikverein der Pfarre St. Ulrich (Wien 7.). Zur Aufführung gelangte neben Mozarts Ouvertüre zu „La Clemenza di Tito" und der Arie „L'amerò sarò costante" (aus „Il Re Pastore") die vierte Symphonie (die „Tragische") sowie die große Messe in As-Dur von Franz Schubert. Mit St. Ulrich sind weitere gemeinsame Projekte für die Saison 2008/2009 in Planung.

Im Frühjahr 2009 ist ein Gedenkkonzert anlässlich der Restaurierung der jüdischen Gräber in Bruck/Leitha geplant (siehe Termine). Im Rahmen der Festwochen wird Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung" wieder in Wien (St. Ulrich) zu hören sein. Der Joseph Haydn Konzertverein kennt also sowohl geographisch als auch programmatisch keine Grenzen in seiner Konzerttätigkeit.